Soviel wissen wir aus dem vorhergehenden Blog-Post: im WIntersemester 2011/2012 lief die Veranstaltung “E-Shop-Design” zum ersten mal in vollem Umfang (an der Hochschule Furtwangen University, Fakultät Wirtschaftsinformatik, Studiengang WIrtschaftsnetze/E-Commerce – einem reinen Frauenstudiengang. Die Veranstaltung hat einen Umfang von 6 SWS und hat einen theoretischen und ein (umfangreicheren) praktische Anteil. Die Entscheidung für Magento als Shopsystem viel aus mehrerlei Gründen, unter anderem gefielen uns auch folgende Eigenschaften:

  • Multi-Shop und Multi-Site Fähigkeit
  • Unterstützung mehrerer Sprachen, Steuerzonen und Währungen
  • modulare Versand- und mehrere Zahlungsoptionen
  • flexible Layout- und Design-Templates
  • echtes Content Management System (CMS)
  • frei konfigurierbare Produktattribute
  • Produktvergleich und Community Features
  • intelligente Kundengruppenverwaltung
  • integrierte Suchmaschinenoptimierung (SEO)
  • Marketing Werkzeuge für Feed- und Tracking-Management
  • Customer Relationship Management Funktionalität
  • Single-Page-Checkout und Lieferung an mehrere Adressen

Alles war – nach bisherigen Erfahrungen – soweit vorbereitet, das der Workshop eine interessante Veranstaltung zu werden versprach. Nach einigen organisatorischen und fachlich klärenden Einführungen wurde früh das Video2Brain Tutorial eingeschaltet und schrittweise nachvollzogen. Das Video-Tutorial erklärt Hintergründe, nennt Download-Sites, sagt wie die im Tutorial verwendeten Versionen von Xampp, Apache und Magento gefunden werden können und macht sich dann an die Installation.

Soweit so gut. Allerdings macht der Autor mit Downloads und Installationen nicht etwa Schluß, wenn die Magento-Beispieldaten für einen Demo-Shop und das Magento-Basis-System gedownloadet und installiert ist, um sich dann an die Erklärung der Funktionalität zu machen. Nein, jetzt werden gleich noch ein paar Spezialitäten heruntergeladen und in den Shop eingebaut. Das dabei das deutsche Sprachenmodul dabei war, fand ich noch gut. Nicht eingeleutet hat die Installation einer Speziellen Skin, so dass die originale, von Magento vorgesehene Oberfläche gleich von Anfang an verändert werden sollt – ohne, dass die Studierenden die Magentooberfläche im Auslieferungszustand nicht zu Gesicht bekamen. Die vom Video2Brain-Tutorial vorgeschlagene Skin bekamen wir allerdings auch so nicht zu sehen. Was war passiert?

Wir starteten mit den im Tutorial vorgeschlagenen Versionen von Xampp und Magento. Zwichendurch werden dann mehr oder weniger automatische Update-Schritte der beiden Systeme eingewebt. Dabei passiert folgendes: etwa ein- bis zwei Jahre nach der Herstellung des Tutorial und der seiner Zeit dabei verwendeten Releases für die Updates, bekommt man natürlich bei den automatischen Updates diese Versionen heute nicht mehr und die Folge ist, dass zwischen einzelnen PHP-Moduln Inkompatibilitäten auftreten, die zu hässlichen Installationsabbrüchen führen!!

Wäre der Workshop ein PHP-Kurs, hatte man sich darum vielleicht durchaus im Rahmen des Workshops kümmern können – wir wollten uns allerdings nicht mit den Themen Programmierung und Debugging auseinandersetzen, sondern mit einem funktionierenden Basis-Magento-Shop möglichst rasch mit dem Konfigurieren, Einrichten und Ausstatten des Shops beschäftigen, um uns dann den Themen Vertrieb und Markting – soweit Magento das unterstütz, zuzuwenden.

In den Foren der Community und auf den Sites des Herstellers war kein Lösungsansatz zu finden, der schnelle Abhilfe versprochen hätte, also wurde entschlossen, dem Pfad des Video2Brain-Tutorials nicht weiter zu folgen.

Das fand ich insofern schmerzlich, weil ja geplant war, dass die Workshopteilnehmerinnen mit Hilfe der Video-Tutorialbegleitung sich ein Stück weit selbständig durch die Materie des praktischen Teils durcharbeiten sollten. Jetzt deutete alles darauf hin, das Anleitungen selbst produzieren musst. Na gut, kann man machen. Um das in erträglichen Grenzen zu halten, ohne gleich (wieder) ein Buch selbst schreiben zu müssen (wie für ander Veranstaltungen schon mehrfach geschehen), machte ich mich auf die Suche…

Mehr dazu, im nächsten Blogpost.

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Ihr

Prof. J. Anton Illik

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